Case Study
Aktualisiert am:
January 30, 2026

Regionale CO₂-Zertifikate: Warum die Plansee Group Klimaschutzprojekte in Tirol unterstützt

Autor:in:
Tobias Sutterlüty

Nicht alle Emissionen lassen sich kurzfristig vermeiden – selbst dann nicht, wenn ein Unternehmen konsequent reduziert. Die Plansee Group, mit ihren beiden Unternehmensbereichen Plansee HLW und CERATIZIT, ergänzt ihre Nachhaltigkeitsstrategie deshalb um regionale Klimaschutzbeiträge: Sie unterstützt drei Klimaschutzprojekte in Tirol. Diese Waldflächen liegen keine 20 Autominuten vom Hauptquartier der Plansee Group entfernt.

Ziel ist es, Verantwortung für unvermeidbare Emissionen zu übernehmen und regionale Wälder als zentrale Ökosysteme zu stärken. Denn von ihrer Gesundheit und Klimaresilienz sind Wirtschaft und Gesellschaft direkt und indirekt abhängig.

Warum setzt die Plansee Group dabei bewusst auf regionale Projekte? Drei Gründe sind entscheidend.

Grund 1: Klimaschutz dort, wo Verantwortung sichtbar wird

Die unterstützten Waldflächen liegen in unmittelbarer Nähe des größten Produktionsstandorts und des Hauptsitzes der Gruppe. Die Plansee Group verankert Klimaschutz damit räumlich dort, wo das Unternehmen wirtschaftlich tätig ist und Verantwortung trägt. Zwei weitere Projekte, die das Unternehmen unterstützt, liegen ebenfalls in der Nähe größerer Standorte in den USA und Indien.

Statt in anonyme Projekte zu investieren, engagiert sich die Plansee Group in Wäldern, die Mitarbeitende, Partner und Anwohner kennen. Der Zustand dieser Flächen ist nicht abstrakt, sondern erlebbar. Regionaler Klimaschutz wird so konkret, nachvollziehbar und überprüfbar. Die räumliche Nähe der Projekte macht diese Verantwortung auch geografisch sichtbar.

Grund 2: Ein realistischer Umgang mit Emissionen

Die Plansee Group verfolgt eine klare Dekarbonisierungsstrategie. In den vergangenen Jahren hat sie durch zahlreiche Maßnahmen wesentliche Fortschritte bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen erzielt, unter anderem durch den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Quellen an nahezu allen Produktionsstandorten sowie durch hohe Recyclingquoten.

Gleichzeitig bleibt klar: Nicht alle Emissionen lassen sich kurzfristig vermeiden. Für diese unvermeidbaren Emissionen in den Scopes 1 und 2 setzt die Plansee Group auf freiwillige Klimaschutzbeiträge durch regionale CO2-Zertifikate. Diese sind kein Ersatz für Dekarbonisierung, sondern ein ergänzender Baustein der Klimastrategie. Die Waldprojekte binden langfristig CO2 und schließen die Lücke dort, wo Reduktion aktuell an physikalische oder technische Grenzen stößt.

Grund 3: Langfristige Wirkung durch Qualität

In den Klimaschutzprojekten setzen die Forstbetriebe auf nachhaltige Waldbewirtschaftung mit langfristigem Zeithorizont. Ziel ist es, die Wälder klimafit zu machen, Kohlenstoff dauerhaft zu binden, die Artenvielfalt zu fördern und die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels zu erhöhen.

Die Erlöse aus den Projekten fließen vollständig in Pflege und Erhalt der Wälder zurück. So entstehen langfristige Perspektiven für Waldbesitzende und stabile Waldflächen über Jahrzehnte hinweg.

Entscheidend ist für die Plansee Group dabei die Qualität der Klimabeiträge. Die Projekte erfüllen die Anforderungen der internationalen Norm ISO 14064-2 und werden vom TÜV AUSTRIA validiert. Auf dieser Grundlage entstehen CO₂-Zertifikate, die die tatsächliche und zusätzliche CO₂-Bindung der Waldprojekte dokumentieren – nachvollziehbar, überprüfbar und langfristig wirksam. Qualität und Transparenz sind damit ein integraler Bestandteil des Ansatzes, nicht nachgelagerte Kontrolle.

Das sagt die Plansee Group zum Projekt

Dr. Andreas Lackner, Vorstand Plansee Group
"Wir freuen uns, nun auch Projekte in direkter Nähe unseres Hauptsitzes zu unterstützen", sagt Dr. Andreas Lackner vom Plansee-Vorstand. "Die regionale Verankerung der Projekte ist für uns von zentraler Bedeutung."

Genau das ist der Punkt: Die Kombination aus regionaler Nähe und hohen Qualitätsstandards macht den Unterschied.

Zur Pressemitteilung der Plansee Group

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