Case Study
Aktualisiert am:
March 23, 2026

Wie Yello regionalen Klimaschutz erfolgreich in die Kommunikation integriert – ein Best Practice mit Pina Earth

Autor:in:
Dr. Christine Rzepka

Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Artikel

  • Glaubwürdige Klimakommunikation setzt auf Transparenz statt großer Versprechen.
  • Yello macht Klimaschutz als konkreten Klimabeitrag verständlich und nachvollziehbar.
  • Langfristige Partnerschaften und regionale Projekte stärken die Glaubwürdigkeit.
  • Unterschiedliche Formate und Kanäle helfen, Nachhaltigkeit sichtbar und nahbar zu machen.
  • Wer Klimaschutz regelmäßig kommuniziert, verankert ihn glaubwürdig in der Marke.

Immer mehr Unternehmen möchten Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag zum Klimaschutz sichtbar machen. Gleichzeitig wird genau diese Kommunikation zunehmend kritisch hinterfragt: Begriffe wie Klimaneutralität oder Kompensation stehen in der Kritik, und der Vorwurf des Greenwashings ist schnell erhoben.

Für viele Unternehmen stellt sich daher die Frage:

  • Wie lässt sich Klimaschutz authentisch, verständlich und glaubwürdig vermitteln, ohne falsche Erwartungen zu wecken oder zu viel zu versprechen?

Der Energieversorger Yello zeigt, wie das gelingen kann. Gemeinsam mit Pina Earth integriert Yello regionalen Klimaschutz in die Kommunikation. Ein Best Practice dafür, wie Klimaschutz und Marke glaubwürdig zusammenspielen können.

Der Klimabeitrag als Teil der Nachhaltigkeitsarbeit

Seit nun mehr als einem Jahr arbeitet Yello mit Pina Earth zusammen, um durch Waldumbau in Deutschland aktiv zum Klimaschutz beizutragen. In jedem neu abgeschlossenen Strom- und Gasvertrag von Yello ist automatisch ein Klimabeitrag von 2,50 EUR inkludiert. Dieser Beitrag fließt in die Waldumbau- und -aufbauprojekte von Pina Earth. Seit Beginn der Partnerschaft konnten so schon vier Millionen Quadratmeter Wald "klimafit" gemacht werden. Die Partnerschaft ist bewusst langfristig angelegt: Yello engagiert sich über mehrere Projekte, die auf Jahrzehnte angelegt sind, in ganz Deutschland hinweg und trägt so dazu bei, Waldflächen resilienter zu machen und neue Maßnahmen frühzeitig zu ermöglichen.

Gerade in der Energiebranche ist eine solche klare Haltung entscheidend. Energieunternehmen stehen besonders im Fokus der öffentlichen Diskussion, da Energieerzeugung und -verbrauch unmittelbar mit Emissionen verbunden sind und Klimakommunikation schnell kritisch bewertet wird. Yello begegnet dieser Herausforderung mit einer bewussten sprachlichen Entscheidung: Statt von „Kompensation“ oder „Klimaneutralität“ zu sprechen, rückt das Unternehmen den tatsächlichen Beitrag in den Mittelpunkt. Der Klimabeitrag ist dabei sowohl strategischer Bestandteil der Nachhaltigkeitsarbeit als auch fester Bestandteil der Marken- und Medienkommunikation, etwa auf der Website, LinkedIn und auf Social Media.

„Als Energieanbieter tragen wir eine besondere Verantwortung. Uns war wichtig, Klimaschutz nicht nur umzusetzen, sondern auch ehrlich und nachvollziehbar darüber zu sprechen, was wir konkret leisten“, sagt Patrick Bottermann, Leiter CSR/Nachhaltigkeit bei Yello

Vielfältige Formate in der Kommunikation

Yello integriert den Klimabeitrag über verschiedene Kommunikationskanäle hinweg und verankert das Thema kontinuierlich in der Kommunikation, abgestimmt auf die eigene Markenidentität und aktuelle Anlässe:

  • Auf der Website bildet eine Landingpage den zentralen Anlaufpunkt für den Klimabeitrag. Sie erklärt die Zusammenarbeit mit Pina Earth, ordnet den Beitrag ein und macht transparent, wie und wo die unterstützten Waldprojekte wirken.
  • Eine Pressemitteilung zum Start der Partnerschaft erklärt die Hintergründe und gibt mehr Kontext zur Partnerschaft.
  • LinkedIn-Posts greifen den Klimabeitrag regelmäßig auf, etwa im Kontext aktueller Projektbesuche, zum Tag des Waldes oder im Zusammenhang mit übergeordneten Nachhaltigkeitsthemen. Dabei wichtig: Sowohl über das Unternehmensprofil, als auch über die persönlichen Profile von Mitarbeitenden posten, um die Reichweite zu erhöhen. Partnerposts mit Pina Earth treiben zusätzlich die Impression und Engagement Zahlen.
  • Auch auf Social Media teilt Yello Einblicke zu der Partnerschaft und Interviews mit Pina Earth. Dabei stehen verständliche Erklärungen, persönliche Eindrücke aus dem Wald und konkrete Zahlen im Vordergrund, um Klimaschutz greifbar zu machen.
  • Zusätzlich berichtet Yello auch im eigenen Intranet an Mitarbeitende.

So wird der Klimabeitrag nicht als einmalige Maßnahme dargestellt, sondern als fortlaufendes Engagement. Verschiedene Formate bringen außerdem neue Perspektiven auf das Thema: Zahlen und Fakten, Projekteinblicke, Deep Dives in die Technologie von Pina Earth, Interviews und Updates zum Fortschritt der gemeinsamen Partnerschaft machen die Kommunikation abwechslungsreich.

Projektbesuch in Rosenau: Im September besuchte Yello das Projekt “Rosenau” und teiltt mit Creator:innen und Partnern authentische Einblicke aus dem Wald. In kurzen Videos und Posts werden Eindrücke vermittelt, sowohl für die Mitarbeitenden, als auch für die Kund:innen und Interessenten über Social Media.

Best Practices für glaubwürdige Klimakommunikation

Aus Yellos Ansatz lassen sich mehrere Best Practices ableiten, die zeigen, wie Klimabeiträge Teil einer langfristigen Kommunikationsstrategie werden können:

  1. Regelmäßige, authentische Kommunikation: Klimaschutzthemen werden kontinuierlich über das Jahr hinweg integriert, durch regelmäßige Updates, projektbezogene Beiträge oder die Einbindung in unternehmensrelevante Anlässe wie neue Tarife, Partnerschaften oder Meilensteine.
  2. Markenkohärenz: Auch in der Nachhaltigkeitskommunikation sollte die Marke und Unternehmensidentität erhalten bleiben. Nachhaltigkeit sollte nicht belehrend oder steif, sondern positiv und lösungsorientiert vermittelt werden.
  3. Content-Tage gezielt nutzen: Aktionen wie der Earth Day oder der Tag des Waldes bieten natürliche Anknüpfungspunkte.
  4. Vielfältige Formate einsetzen: Vom Blogartikel bis zum Creator-Video: unterschiedliche Formate bieten abwechslungsreiche Inhalte und erreichen verschiedene Zielgruppen.
  5. Alle Unternehmenskanäle nutzen: Egal ob Mitarbeitende oder Kund:innen, je ganzheitlicher die Nachhaltigkeitskommunikation in die Kommunikation eingebunden ist, desto glaubwürdiger. Alle Kanäle über Website, LinkedIn, Social Media, das Intranet oder sogar analoge Mittel sollten eingesetzt werden, wenn sie bisher Teil der Kommunikation waren.

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Über die Autor:in

Dr. Christine Rzepka ist seit 2023 als Chief of Staff bei Pina Earth unter anderem für das Marketing und die Kommunikation der Klimaschutzprojekte verantwortlich. In ihren Artikeln teilt sie Empfehlungen und praxisnahe Einblicke zur glaubwürdigen Nachhaltigkeitskommunikation und gibt Einblicke in Pina Earths technologiebasierten Ansatz für regionalen Klimaschutz. Bevor sie zu Pina Earth kam, arbeitete sie in anderen Start-ups im FinTech und EdTech Bereich, in der Technologieberatung und in der Wissenschaft als Teil ihrer Promotion in Wirtschaftsinformatik.

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